Merkur Transit 9.5.16- Info der LAG

Am kommenden Montag, den 9. Mai 2016 findet mit dem Merkur-Transit das astronomische Highlight des Jahres statt!

Günstige Witterung vorausgesetzt, kann von Linz/Wels aus von 13:12 MESZ bis Sonnenuntergang (20:24 Uhr) beobachtet werden, wie der Planet Merkur vor der Sonne vorüberzieht.

Eine kurze Vorschau auf das Ereignis finden Sie auf unserer Homepage unter „Aktuelles“. Die genauen Kontaktzeiten können Sie unserer astronomischen Jahresvorschau (Seite 4) entnehmen.

Bitte, achten Sie bitte auf Ihre Sicherheit und beobachten Sie die Sonne bzw. den Merkur-Transit nur durch geeignete Objektiv-Sonnenfilter für Teleskope!

Mit bloßem, durch Finsternisbrillen geschütztem Auge kann der kleine Merkur (anders als die Venus bei den Transits 2004 und 2012) übrigens nicht wahrgenommen werden.

Auf der Kepler-Sternwarte Linz findet zum Merkur-Transit am Montag ab 12:30 Uhr eine Sonderführung statt, bei der Sie das Ereignis gefahrlos durch unsere Teleskope beobachten können.

Darüber hinaus wird das Sonnenobservatorium Kanzelhöhe den Merkur-Durchgang live auf seiner Webseite übertragen.

LAG – Linzer Astronomische Gemeinschaft
http://www.sternwarte.at

FH Astros starten ins Sommersemester 2016

Wir dürfen auf die Reihe der FH Astros im Sommersemester 2016 hinweisen (Plakat: fhooe-wels-astros-ss16_20160129):

  1. Paradigmenwechsel in der Raumfahrt – Die goldenen Jahre kommen noch (Eugen Reichl) – Mo., 14.3.16, 18 Uhr A1
  2. Keplers bahnbrechende Berechnung der Marsbahn (Kurt Niel) – Mo., 11.4.16, 18 Uhr A1
  3. The Space Elevator (Wolfgang Steiner) – Di., 17.5.16, 18 Uhr A1
  4. Johannes v. Gmunden, Georg v. Peuerbach, KEPLERUHR (Friedrich Samhaber, Kurt Niel) – Exkursion nach Peuerbach/Grieskirchen, Mo., 20.6.16, nachmittags.

Näheres unter > VORLESUNGSREIHE > VORLESUNGSREIHE SS16

Twitter Empfehlung für @DerOrion1

Eugen Reichl verfolgt bereits seit Jahrezehnten die internationalen Raumfluggeschehnisse. Er hat einige Fachbücher dazu veröffentlicht und sitzt als Mitarbeiter der Airbus Group mehr oder weniger an der Quelle. In seinen Twitter Beiträgen können stundenaktuell Ereignisse, Starts, Startabbrüche mitverfolgt werden. Am Montag, 14.3.2016, 18 Uhr, hält er einen Vortrag in Wels/OÖ im Rahmen der FH Astros Reihe zu seinem Thema > VORLESUNGSREIHE > Vorlesungsreihe SS16.

EugenReichlTweets

Eugen Reichl, Buchautor

Aurora Borealis über Hudson Bay

Vorsorglich hatte ich für meinen Rückflug von San Francisco nach Frankfurt einen nördlichen Fenstersitz recht weit hinten reserviert. Und eine kleine Vorwarnung gab’s etwa drei Tage vor Abflug: Der K-Index sei bereits auf 6 gestiegen. Vor dem Finsterwerden noch ein kleiner Disput mit dem Stuard: „Sonnenblende runter, sonst wachen die Passagiere plötzlich bei Sonnenaufgang geblendet auf!“. Und ich schau halt gerne Sterne und mondbeschienene Landschaften/Eiskrusten. Jedenfalls folgte dann meine erste Lebensssichtung des Polarlichts:

DSC02592

Blick aus Sitz 90A der A380-800 um etwa Mitternacht/Ortszeit

Nach 45 min war das Nordlicht wieder vorbei. Aufnahmedaten: ISO3200, 2s, F3,5, Compaktkamera Sony DSC-HX7V, Position 36000 ft über der Hudson Bay. Die Bilderserie ist auf dem PDF-Dokument AuroraBorealisHudsonBay.

Ich war sehr beeindruckt!!

Twitter Empfehlung für @SpaceX

SpaceX ist eine der privaten Firmen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Transporte in den Weltraum sicher und „erschwinglich“ zu machen. CEO Elon Musk setzt dabei auf eine wiederverwendbare Hauptraketenstufe. Mehrere Versuche sind bis dato fehlgeschlagen – der nächste Start ist für Ortszeit Sonntag, 20.12.2015, Abend in Florida geplant –> mittlerweile auf Montag, 21.12.2015, Abend verschoben. Später ist schlecht, weil der Feiertags-Luftverkehr nicht behindert werden soll. Der Start, das Aussetzen der 11 Satelliten sowie die Landung der ersten Stufe auf Festland (etwa 9 km vom Startplatz entfernt) sind geglückt!!

SpaceX Twitter @SpaceX

SpaceX ist eine Privatfirma zum Zweck sicherer und „erschwinglicher“ Transportmöglichkeiten in den Weltraum

LISA Pathfinder – Aktualisert!

Der Start der Mission, bei der grundsätzliche Technologien für den Nachweis von Gravitationswellen getestet werden, verlief gut. Die Sonde wird die nächsten Tage auf immer weiteren Umlaufbahnen um die Erde kreisen bevor sie in ca. zwei Wochen über einen Extraschub die Erdumlaufbahn verlassen wird und Richtung Halo um den Lagrange-Punkt L1 reisen wird – dortige Ankunft wird ca. Mitte Februar 2016 sein:

Es wird der Abstand zweier Massen im freien Fall (ohne Kraftwirkung von außen) mittels Laser Michelson-Interferometer bestimmt. Albert Einstein sagte die Wirkung von Gravitationswellen voraus, die Wellen der Raum-Zeitkrümmung sind und damit den Raum zwischen zwei Punkten periodisch dehnen/stauchen. Allerdings hatte er auch die Größenordnung der Änderung errechnet und geschlossen, dass diese nie gemessen werden könne, weil diese zu klein wären (Frequenzbereich 10 hoch -18 Hz bis einige kHz; Abstandsänderungen etwa 10 hoch -21).

Mit terrestrischen (Armlängen 600 m bis 10 km: GEO600, LIGO, VIRGO, TAMA300, Konzeptstudie ET – Einstein Teleskop ab 2020, etc.) und extraterrestrischen (eLISA, Armlänge 1 – 3 Mio km) Experimenten ist die Nachweisbarkeit in greifbare Nähe gerückt. LISA dient nun als Vorstudie für eLISA, welches etwa ab 2034 mit Messungen beginnen soll.